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Festival Cansiglio in Vita: drei Tage voller Workshops und Erfahrungen

Die Ausgabe 2025 des Festivals Cansiglio in Vita wurde mit großem Erfolg abgeschlossen. Vom 12. bis 15. Juni belebte das Festival den Cansiglio-Wald mit einem reichhaltigen Programm von Veranstaltungen zum Thema planetare Gesundheit. Das Festival, organisiert von der Universität Padua und der GAL Prealpi e Dolomiti im Rahmen des Projekts CONNATURALP, stellte einen entscheidenden Moment dar, um die Themen und Ziele des Projekts ins Gebiet zu tragen und einen einzigartigen Dialog zwischen Wissenschaft, Natur und Gesellschaft zu schaffen.

Dieses Jahr behandelte die Veranstaltung das Thema der planetaren Gesundheit aus der „One Health“-Perspektive – einem zentralen Element des CONNATURALP-Projekts – die von der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft unterstützt wird: Die Gesundheit des Menschen ist eng mit der Gesundheit von Tieren, Ökosystemen und dem Planeten verbunden. Das System Erde in all seinen ökologischen, sozialen und kulturellen Komponenten in ihren komplexen und dynamischen Beziehungen gesund und im Gleichgewicht zu halten, erfordert ein kollektives Engagement zur Förderung von Wohlbefinden und Gerechtigkeit – genau das, was CONNATURALP durch seine experimentellen Aktivitäten in grenzüberschreitenden Schutzgebieten demonstrieren möchte.

Während der drei Festivaltage hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, diese komplexen Zusammenhänge auf verschiedene Weise zu erkunden: durch eine multidisziplinäre wissenschaftliche Tagung, Dokumentarfilmvorführungen, interaktive Workshops, Exkursionen und praktische Aktivitäten in der Natur, immersive geführte Erlebnisse und offene Dialogmomente.

Die Aktivitäten wurden konzipiert, um die Neugier von Menschen jeden Alters zu befriedigen und die Möglichkeit zu bieten, direkte Erfahrungen über die Auswirkungen der Natur auf die menschliche Gesundheit zu machen, auch für Gruppen von Menschen mit spezifischen Erkrankungen oder Pathologien.

Zentraler Moment des Festivals war die wissenschaftlich-populärwissenschaftliche Tagung „Planetare Gesundheit: Verflechtungen und Synergien zwischen Umwelt, Tieren und Menschen“, die am Freitagnachmittag von 14:30 bis 18:30 Uhr stattfand und eine wichtige Gelegenheit darstellte, dem Gebiet die Perspektiven des CONNATURALP-Projekts zu präsentieren.

Die Veranstaltung verfolgte den multidisziplinären und systemischen Ansatz, der CONNATURALP charakterisiert, und konzentrierte sich auf die gegenseitigen Wechselwirkungen zwischen menschlichem Handeln und der Gesundheit der Biosphäre. Mit Beiträgen von Experten für Ökologie und Waldbewirtschaftung, verschiedenen medizinischen Fachgebieten, Psychologen, Experten für Tiergesundheit und anderen relevanten wissenschaftlichen Disziplinen festigte die Tagung jenes Netzwerk von Wissen und Kompetenzen, das das Herzstück der grenzüberschreitenden Partnerschaft von CONNATURALP bildet.

Bedeutsam war die Teilnahme der Projektpartner, darunter:

  • Dr. Arnulf Hartl (Paracelsus Medical University Salzburg, Head of Institute of EcoMedicine, Österreich) – „Nature based-Therapies: Clinical studies & Evidence-based Health Tourism“
  • Prof.in Bruna Scaggiante (Dep. für Lebenswissenschaften UNITS, Regionalkoordinatorin LILT FVG) – „Eine molekulare Sicht auf Gesundheit und Langlebigkeit aus One Health-Perspektive“
  • Dr. Verena Gruber (Lungau Biosphere Park, Österreich) – „Visitor guidance for environmental health: the experience of the Biosphere Lungau Park in Austria“
  • Prof.in Laura Secco et al. (Dep. für Territorium und Agro-Forst-Systeme TESAF, UNIPD) – „Planetare Gesundheit und systemische Sicht: eine konzeptuelle Karte“

Das Festival Cansiglio in Vita bestätigte sich als wertvolle Gelegenheit, Expertenstimmen zu hören, die Verbindung, die uns mit der Natur verbindet, persönlich zu erleben und sie – und uns selbst – mit neuen Augen zu betrachten. Die Veranstaltung zeigte, wie CONNATURALP jenes territoriale Netzwerk aufbaut, das notwendig ist, um wissenschaftliche Forschung in konkrete Praktiken zu übersetzen, und trägt dazu bei, eine Kultur der planetaren Gesundheit zu entwickeln, die vom Bewusstsein der Zusammenhänge zwischen allen Lebewesen ausgeht und die künftigen Verwaltungspolitiken der alpinen Schutzgebiete orientieren kann.